Nationalrat: Keine Adoption von Kindern für Homo-Paare

Was für ein Witz. Eine lesbische Frau oder ein homosexueller Mann können theoretisch ein Kind adoptieren. Hat aber ein gleichgeschlechtliches Paar seine Partnerschaft eingetragen, dann darf es keine Kinder adoptieren. Der Nationalrat hat am 30.09.2011 eine entsprechende Petition mit 97:83 Stimmen (acht Enthaltungen) abgelehnt. Der Verein “Familienchancen” hatte die Petition mit rund 20’000 Unterschriften im Juni des letzten Jahres eingereicht.

Was lernen wir daraus?

  • Die Mühlen des Parlaments mahlen langsam.
  • Der eigentlich fortschrittliche Nationalrat (im Vergleich zum Ständerat) ist doch konservativ.
  • Und er ist unlogisch.

Dass das Volk das anders sieht, zeigen die gegen 500 Kommentare beim News-Artikel auf 20Min.ch, wo eine Volksabstimmung dazu verlangt wird.

So schnell wird das aber nicht gehen. Jedoch stehen in wenigen Wochen die Nationalrats-Wahlen in der Schweiz an. Da ist es doch eine gute Sache, dass die Abstimmungsergebnisse zu dieser Petition namentlich und öffentlich sind. Wirf einen Blick auf”Abstimmungsergebnisse zu Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare (Nationalrat)“, und wähle die Personen mit einem + eher nicht, und gib dafür den Personen mit einem – eher zwei Stimmen, wenn Du für die Sache der Schwulen und Lesben in der Schweiz bist.

 

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Liechtenstein: 69% ja zu neuem Partnerschaftsgesetz

Homosexuelle Paare können sich in Liechtenstein eintragen lassen und sind so den Ehepaaren betreffend Erben, Steuern, Sozialversicherungen, Ausländer/Einbürgerungsrecht sowie im öffentlichen Recht gleichgestellt.

Das Stimmvolk von Liechtenstein hat bei einer hohen Wahlbeteiligung von 74% mit über zwei Dritteln, mit 68.8% Prozent, ja zum neuen Partnerschaftsgesetz gestimmt. Damit hatte das Volk das letzte Wort, nachdem gegen den Entwurf des neuen Gesetzes das Referendum ergriffen wurde. Die Gruppe Vox Populi, unterstützt durch kirchliche Kreise wie den Bischof Haas, wollten sich damit gegen die Gleichstellung von Gays und Lesben in Liechtenstein wehren.

Mit der Abstimmung vom 19.06.2011 hat das Volk aus dem “Ländle” auch klar gezeigt, dass es eine liberale Einstellung verfolgt und in dieser Hinsicht gleich wie ihre Regierung und ihr Parlament denkt.

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Keine Adoption von Kindern für Homosexuelle

Im Juni letzten Jahres hatte der Verein “Familienchancen” eine Petition mit knapp 20’000 Unterschriften eingereicht. Ziel war es, dass homosexuelle Paare den anderen Paaren gleichgestellt würden und damit auch Kinder adoptieren dürften.

Die Rechtskommission des Nationalrats hat diesen Vorstoss nun relativ knapp mit 13 zu 10 Stimmen abgelehnt. Definitiv entscheiden wird der Nationalrat, voraussichtlich im Herbst 2011.

Liest man Leserbriefe zum Thema “Adoption von Kindern durch Homosexuelle”, so fällt einem das breite Spektrum der Ansichten auf. So gibt es auch schwule Schweizer, die eine Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare ablehnen. Das oft vorgebrachte Argument ist, dass die Kinder selbst dann in der Schule diskriminiert oder gehänselt werden. Andererseits gibt es auch Heterosexuelle, die der Meinung sind, dass Gays oder Lesben ebenso gute Eltern sein können.

Was für mich nicht als Argument zählt, ist, dass Kinder ein Anrecht auf “eine richtige Familie” hätten. Das ist ein verklärtes und idealisiertes Bild, wie wir es auch in der Schweiz schon seit Jahrzehnten nicht mehr haben. Nur noch eine Minderheit der Familien besteht aus zwei Eltern, zwei mal zwei Grosseltern sowie zwei Kindern. Viel häufiger gibt es Patchwork-Familien sowie alleinerziehende Mütter (und manchmal auch Väter). Wer die Adoption von Kindern durch Homosexuelle verbieten will, weil das keine “richtige” Familie sei, der sollte sich auch für ein Gesetz stark machen, bei dem Frauen nur Kinder kriegen dürfen, wenn sie verheiratet sind oder seit langem einen festen Partner haben. Dies wäre die logische Konsequenz – und die ist sehr realitätsfremd.

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Erfolgreiche Gay Paraden 2011

Der Sommer hat noch nicht begonnen, und bereits fanden zwei grosse Gay-Paraden statt. Zwischen 30’000 und 70’000 Israelis feierten Anfang Juni während der jährlich stattfindenden Homosexuellen-Parade “Gay Pride”. Unter die Teilnehmenden mischten sich gemäss Medienangaben auch 5’000 Touristen in Tel Aviv. Die am Meer gelegene Stadt ist bekannt für Toleranz und die liberale Gesinnung der Bewohner, im Gegensatz zu Jerusalem.

Auch in Europa fand bereits eine Gayparade statt. An der Europride in Rom am 11.06.2011 sollen gegen eine Million Teilnehmer gewesen sein, was ein sehr guter Wert ist. Der Homosexuellen-Umzug war ähnlich gestaltet wie die Loveparade in Zürich und verlief friedlich. Der Star des Tages war Lady Gaga, da abends ein Konzert gab.

Im Gegensatz zu früher wurde wenig Kritik an der Schwulenparade geäussert. Auch vom Vatikan, der sich vor einem Jahrzehnt noch heftig gegen die Veranstaltung Europride ausgesprochen hatte, war wenig zu vernehmen. Dabei fand die Europride 2011 in Rom unmittelbar neben dem Vatikan-Gelände statt.

Wer die Europride 2011 verpasst hat, kriegt in 12 Monaten wieder eine Chance. Im nächsten Jahr wird die Europride mit der Worldpride zusammengelegt und wird in London stattfinden. Für 2013 geht es dann übrigens nach Frankreich in die Hafenstadt Marseille, die dann gleichzeitig die europäische Kultur-Hauptsadt im 2013 sein wird. Die genauen Daten sind noch nicht bekannt, können sicher bald aber auf der Webseite von Europride nachgesehen werden.

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Kampagne für Outing in Bern

Die Berner Jugendgruppe für schwule und bisexuelle Jungs, cominginn, lanciert eine Kampagne für mehr Mut zum Outing. Unter dem Titel “Schwul, na und?” werden Plakate und Flyer in Schulen und Lokalen in Bern verteilt. Viele junge Schwule fühlen sich einsam und allein, solange sie sich nicht geoutet haben. Ein Outing kann dabei vieles ändern. Ein erster Schritt ist, sich mit anderen homesexuellen Männern zu treffen – eben z.B. in der Schwulengruppe cominginn. Die Schwulengruppe cominginn trifft sich zweimal monatlich jeweils am Montag Abend in Bern. Mittlerweile besteht die Gruppe aus rund 20 schwulen jungen Bernern im Alter bis 27 Jahre.

Alternativ gibt es natürlich auch die Möglichkeit, online nach einem schwulen Partner in der Schweiz zu suchen – und dazu habe ich die kostenlose Singlebörse RosaRegenbogen gegründet: Schau sie Dir doch selbst mal an!

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Brasilien erlaubt gleichgeschlechtliche Partnerschaften

Wie die sda berichtete, erlaubt Brasilien neu Lebensgemeinschaften von gleichgeschlechtlichen Paaren. Dies wird von Schwulen und Lesben als “Meilenstein” für Homosexuelle bezeichnet.

Brasilien ist das Land, in dem die meisten Katholiken weltweit leben. Somit ist es beachtlich, dass die Richter mit 10 Stimmen (bei einer Enthaltung) gleichgeschlechtliche Partnerschaften billigten. Es ist anzumerken, dass aber mit diesem richterlichen Beschluss die Eheschliessung zwischen Schwulen oder Lesben noch nicht von oberster Stelle anerkannt wurden. Dennoch sind das sicher gute Nachrichten, auch für homosexuelle aus anderen Ländern wie der Schweiz.

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Liechtenstein: Widerstand gegen Partnergesetz für Homosexuelle

Das Parlament von Liechtenstein wollte es Mitte März 2011 homosexuellen Paaren ermöglichen, ihre Partnerschaft einzutragen, um so mehr Rechte für ihren Partner zu erhalten. Nun hat die Gruppe Vox Populi dagegen Unterschriften gesammelt. In Liechtenstein reichen 1’000 Unterschriften, um gegen einen Beschluss des Parlaments das Referendum zu ergreifen. Sollten mindestens 1’000 Unterschriften gültig sein, so muss danach innerhalb Monaten eine Volksabstimmung durchgeführt werden.

Ausser dem Namen Johannes Schraner ist unklar, wer sich hinter der Gruppe Vox Populi verbirgt. Diese wurde nur gegründet, um Widerstand gegen das neue Partnerschaftsgesetz zu führen. So gab es bereits Monate vor dem Parlamentsbeschluss in Liechtenstein heftig Diskussionen auf Leserbriefseiten für und gegen das bessere Gesetz für Schwule und Lesben, die in einer Partnerschaft leben. Auch die Kirche wehrt sich gegen das Gesetz. So meint der Erzbischof Haas dazu, dass Homosexualität eine schwere Sünde sei.

Sollten genügend Unterschriften zusammengekommen sein – wovon ich ausgehe – bin ich gespannt auf die darauf folgende Abstimmung. Liechtenstein ist konservativ, die Frage ist nur, wie stark konservativ. Immerhin hat sich das Parlament für mehr Rechte von Gays und Lesben ausgesprochen. Hoffen wir, dass es das Volk von Liechtenstein auch so sieht.

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Facebook löschte Gay-Foto

Sozusagen als Nachtrag zu “Küssen für Homo-Rechte” habe ich auf 20Min.ch noch folgendes aufgeschnappt.

Die Wirtin, die zwei küssende Männer aus Ihrem Pub warf, sorgte für einige Aufruhr in der Schwulen-Community. Ein User stellte daraufhin bei Facebook ein Bild aus einer TV-Serie aus England ein – das zwei küssende Männer zeigte. Kurz darauf wurde das Foto von Facebook gelöscht mit dem Verweis, dass das Foto gegen die Richtlinien von Facebook verstosse. Man dürfe keine Bilder teilen, die Nacktheit oder sexuelle Aktivitäten zeige.

Die Löschung durch Facebook wiederum löste einen weiteren Proteststurm aus. Einerseits stellten Schwule ebenfalls Bilder von küssenden Männern ein, und es wurden sogar Protest-Gruppen gegründet. Facebook krebste daraufhin zurück und sprach von einem Missverständnis. Das Foto mit den küssenden Männern verstosse nicht gegen die Facebook Richtlinien und sei irrtümlicherweise entfernt worden.

Wurde von Dir auch schon einmal ein Foto zensuriert? Wo und warum?

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Küssen für Homo-Rechte in London

Hier mal was anderes, das nur indirekt mit Rosa Regenbogen zu tun hat…

Kürzlich habe ich diese Nachricht gelesen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ein homosexuelles Paar wurde von der Besitzerin aus einem Londoner Club geschmissen, weil sie sich obszön verhalten hatten – die beiden Männer küssten sich. Daraufhin haben sich Schwule und Lesben gegen den nicht toleranten Betreiber des Pubs zur Wehr gesetzt. Vor seinem Lokal veranstalteten sie eine mehrminütige Massen-Küsserei unter gleichgeschlechtlichen Paaren. Die Küsserei fand Anklang, denn es gesellten sich während der Aktion auch noch heterosexuelle Paare dazu.

Der Protest wurde über Facebook organisiert und sollte im Inneren der Bar stattfinden. Doch die Besitzerin der Pubs erhielt einen Tipp – und schloss kurzerhand für den Abend. Ganz friedlich verhielten sich die Demonstranten nicht. Nebst Fahnen in Regenbogenfarben hatten sie auch Lippenstift dabei. Und eben dieser Lippenstift landete in Form von Kuss-Mündern auf den Fenster des Pubs.

 

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Neue Mitglieder werben (Teil 4)

Im vierten Teil dieser Serie zeige ich auf, welche kostenlosen Werbemassnahmen ich ergreife, um mehr homosexuelle Schweizer Singles auf RosaRegenbogen zu bringen. Dabei setze ich auf drei Strategien.

Suchmaschinenoptimierung: Das Potenzial von SEO wird immer stärker erkannt. Was hilft es, die beste Webseite zu haben, wenn sie nicht unter den Top 10 oder Top 20 von Suchmaschinen (insbesondere Google) für deren wichtigste Suchbegriffe zu finden ist? Während ich viel von SEO verstehe (zumindest wenn ich meine Webseiten mit denen von sogenannten “SEO-Agenturen” vergleiche – deren Seiten oft nicht oder nur schlecht optimiert sind), so ist das Thema “Gay”, “Lesbisch” und “Homosexualität” aus SEO-Sicht Neuland für mich. Sicher auch ein Grund für diesen Blog hier ist, nebst dem Erzählen meiner Erfahrungen, die Suchmaschinenoptimierung für RosaRegenbogen selbst. Ansonsten verzichte ich auf unsaubere “Black Hat” Methoden und versuche das Beste aus der RosaRegenbogen zugrunde liegenden Technologie herauszuholen.

Pressemitteilungen: Eine erste Runde Pressemitteilungen an die grössten Schweizer Zeitungen sowie an Schwulen-Magazine habe ich verschickt. Die Resonanz war bisher dünn: Nur eine Gay-Webseite hat meine Pressemitteilung (nebst Dutzenden anderen vom gleichen Tag) publiziert. Wenn RosaRegenbogen etwas gewachsen ist, werde ich eine zweite Runde starten.

Freund wirbt Freund: Grössere Erwartungen habe ich an die Mitglied wirbt Mitglied Funktion. Ich hoffe darauf, einige begeisterte Nutzer meiner kostenlosen Community und Singlebörse für Schwule und Lesben zu finden, die die Webseite dann auch weiterempfehlen. Hilf doch mit und lade jetzt fünf Freunde ein – über den obigen Link geht das ganz einfach!

 

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